MonArch ist ein Informationssystem zur Dokumentation von Bauwerken, Denkmälern, archäologischen Stätten und Flächen, welches bereits seit mehreren Jahren operativ an verschiedenen Orten – beispielsweise den Kaiserthermen Trier, dem Brandenburger Dom oder den beiden Kirchen St. Sebald und St. Lorenz in Nürnberg – erfolgreich eingesetzt wird. Das System kann neben der Digitalisierung von Gebäuden des Kulturerbes ebenso für das Management zeitgenössischer oder zukünftig geplanter Bauten, insgesamt also für den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes, verwendet werden.

Ein strukturelles Objekt kann in MonArch in einzelne beliebig detaillierte Bereiche unterteilt werden. Die zugehörigen bauwerklichen Segmente können daraufhin mit weiteren Informationen oder Dokumenten verschiedenster Dateiformate verknüpft werden. Die Software erlaubt eine sehr flexible Auszeichnung der gespeicherten Dokumente sowie Objekte mit Metadaten und Kennworten aus einem eigens erstellen oder importierten Vokabular und eine komfortable, wissensbasierte Suche.

Der große Vorteil des MonArch-Systems ist dabei seine einfache Bedienbarkeit ohne von Anwenderinnen und Anwendern spezielle informationstechnische Vorkenntnisse zu fordern. Es verwendet intuitive Zugangspunkte in Form einer Themenhierarchie und des Raumbuchs eines Gebäudes, um selbst eine große Menge an gespeicherten Informationen leicht zugänglich zu machen und seinen Nutzerinnen und Nutzern so verbesserte Verwaltungs-, Verknüpfungs- sowie Recherchemöglichkeiten zu eröffnen.

Technisch gesehen liegen die Stärken des MonArch-Systems in seinen Datenbank-Genen. Es baut zudem vollständig auf Standardsoftware und erprobten Technologien auf und kann mit einer Vielzahl an Dateiformaten arbeiten, statt ein proprietäres Format zu verwenden. Da es als offenes System konzipiert wurde, erlaubt MonArch zusätzlich die Verknüpfung des eigenen Informationsstands mit externen Informationsquellen sowie einfache Erweiterungen oder Anpassungen an Kundenbedarfe.

1.1 Systemarchitektur

Das MonArch-Informationssystem ist in einer modernen Client-Server-Architektur aufgebaut. Diese Architektur ermöglicht einen Mehrbenutzerbetrieb mittels mehrerer Client-Applikationen, die gleichzeitig auf denselben Server zugreifen können. Mehrere Informationssysteme können zusätzlich als autonome Einheiten miteinander verbunden werden, so dass die Möglichkeit zu standortübergreifen den Recherchen besteht.

Der MonArch BIMServer ist dabei transparent in das System integriert, wodurch die Verwendung der BIM Funktionalität direkt im MonArch Client möglich ist. Es ist jedoch auch ein autonomer Betrieb des MonArch BIMServers alleine und die Entwicklung eigener Clients für ihn über REST-Schnittstellen möglich. Nach Veröffentlichung des BIM-Moduls wird mehr dazu in einem eigenen Abschnitt erläutert werden.

1.2 Installation

Derzeit wird der Client von MonArch 3 nur für das Betriebssystem Windows unterstützt. Der MonArch-Installer befindet sich dabei in einer 7z-Datei, weshalb das Programm 7-Zip für den Installationsprozess benötigt wird. Damit kann der Installer in einem ersten Schritt entpackt werden, indem per Rechtsklick auf der vorhandenen Datei die Option 7-Zip Dateien entpacken… ausgewählt wird.

Als nächstes öffnet sich ein Dialogfenster von 7-Zip, in welchem der Speicherort des entpackten Installers spezifiziert werden kann. Außerdem muss an dieser Stelle das vom MonArch-Team übergebene Installationspasswort eingegeben werden. Mit Klick auf OK wird nun in diesem Beispiel der Inhalt der Zip-Datei, der aus einer einzelnen Datei namens MonArch3Enterprise.msi besteht, in den Ordner C:\Users\{username}\Downloads\MonArch3Enterprise gespeichert.

Für alle folgenden Schritte ist es notwendig, Administratorrechte in Windows zu besitzen, da vor Abschluss der Installation das OK eines Administrators gegeben werden muss. Per Doppelklick auf die MSI-Datei wird der Installationsprozess gestartet:

Per Klick auf den Button Next > wird das nächste Dialogfenster geöffnet, in welchem der genaue Speicherort des Programms angegeben werden kann.

Nach einem abermaligen Klick auf den Button Next >, gefolgt vom Button Install im nächsten Fenster wird der Client an den gegebenen Ort installiert.

Möglicherweise muss an dieser Stelle nun das OK eines Administrators gegeben werden, um den Prozess abzuschließen. Dazu erscheint ein Windowsdialog, welcher durch einen gelb-blinkenden Icon in der unteren Statusleiste des Bildschirms erkennbar ist. Hier wird nachgefragt, ob Änderungen durch die App (in diesem Fall ist dies der MonArch-Client) zugelassen werden sollen. Dies muss mit Ja beantwortet werden, um nicht den Installationsprozess zu beenden.

Während die Installation daraufhin durchgeführt wird, ist dieses Fenster mit einer Statusleiste, die den Fortschritt der Installation angibt, sichtbar:

Abschließend erscheint ein letztes Fenster mit einem Hinweis darauf, dass die Installation abgeschlossen ist. Mit Klick auf Finish schließt sich der Installationsdialog und alle Installationsdateien können gelöscht werden.

Der MonArch-Client befindet sich nun im zuvor angegebenen Ordner. Zudem wurde eine Verknüpfung im Windows-Startmenü erstellt, welche auch auf dem Desktop oder in der Taskleiste verankert werden kann. Der im Startmenü neu erstellte Order heißt hier MonArch3Enterprise, der Client selbst MonArch.