3D-Modell © KDWT Bamberg

Der neueste Release des MonArch-Systems (MonArch 6/22) enthält ein neues Fenster für externe Visualisierungen, in welchem grafische Modelle als Browsermodelle dargestellt werden können. Diese Ansicht ist standardmäßig deaktiviert, kann aber unter den Einstellungen sichtbar geschalten werden und befindet sich dann in der Mitte des MonArch-Clients.

Dieses Fenster enthält eine Browseransicht, mit welcher zum einen Webseiten über URLs eingebunden und mit Strukturelementen verknüpft werden können. Um grafische Modelle visualisieren und Bereiche oder Punkte daraus einzeln ansprechen zu können (analog zu den anderen vorhandenen Visualisierungen wie der 3D-Visualisierung), sind aktuell zudem drei verschiedene externe Viewer integriert. Jeder dieser Viewer dient dabei einem eigenen Zweck, hat aber insgesamt dieselbe Funktionalität und dieselben vier Modi, die auch in den anderen Visualisierungen vorhanden sind:

  • Potree[1]: Der Potree-Viewer visualisiert Punktwolken und ermöglicht zusätzlich die Markierung von Punktwolken mit „Points of Interest“, die wiederum mit Strukturelementen der Strukturhierarchie verknüpft werden können und damit analog zur Zuordnung von Bereichen aus z.B. einem 3D-Modell zu Strukturelementen benutzt werden kann.
  • xeokit[2]: Der xeokit-Viewer bietet eine neue Möglichkeit, IFC-Modelle darzustellen und zu verknüpfen – ebenfalls analog zur 3D-Visualisierung selbst.
  • Navvis[3]: Der Navvis-Viewer erstellt interaktive grafische Modelle auf Basis von Punktwolken, durch welche mittels fixer Positionen navigiert werden kann, und erlaubt abermals eine Verknüpfung beliebig gesetzter „Points of Interest“ innerhalb dieser Ansicht mit Strukturelementen im MonArch-Client.

Wurde noch kein Browsermodell angewählt, zeigt die externe Visualisierung die Startseite der MonArch-Webseite an:

Bei der Auswahl eines Strukturelements, an dem direkt oder an einem übergeordneten Element ein Browsermodell gefunden wurde, ändert sich der Inhalt der externen Visualisierung automatisch. Ein geladener Potree-Viewer sieht folgendermaßen aus:

3D-Modell © Potree

Der xeokit-Viewer sieht dagegen beispielsweise so aus:

3D-Modell © xeokit

Intern werden für die externe Visualisierung Browsermodelle (wie z.B. das Element „Xeokit Modell“ unter dem Konferenzzentrum) und Geometrien (siehe dazu auch den Artikel zur 2D-Visualisierung) verwendet. Dabei kann – im Gegensatz zu 2D– oder 3D-Modellen – nur jeweils ein Browsermodell an einem Strukturelement hängen, da die Visualisierung nur eine einzelne Seite laden kann und keine Überlappungen erlaubt. Das System ist so aufgebaut, dass auch ein Arbeiten ohne das Einblenden dieser beiden Typen möglich ist. Über die Filteroptionen im Seitenmenü der Strukturhierarchie können sie aber dennoch sichtbar oder unsichtbar geschalten werden:

Es ist zudem möglich, Browsermodellen sowie Geometrien einen räumlichen Kontext zuzuordnen. Die Art und Weise der Verwendung dieser Kontexte wird im entsprechenden Kapitel zur Kontextansicht ausführlich erläutert. Eine Kontextzuordnung wird aus Sicht der externen Visualisierung dabei automatisch ausgeführt, wenn neue Modelle oder Verknüpfungen unter einem angewählten Kontext erstellt werden – analog zur Erstellung neuer Strukturelemente in der Strukturhierarchie. Eine spätere Änderung dieser Zuordnungen ist sowohl im Eigenschaftenfenster der räumlichen Kontexte als auch per Drag-and-Drop möglich.

Die Eigenschaften von Browsermodellen sowie Geometrien werden zudem in jeweils eigenen Kapiteln näher beschrieben.

2.8.1 Toolbar

Über der externen Visualisierung befindet sich die standardisierte Toolbar, die über jeder Visualisierung (3D-Visualisierung,2D-Visualisierung, Kartenansicht) in fast gleicher Form zu finden ist. Sie enthält hier folgende Buttons:

  1. Selektionsmodus: Der Selektionsmodus wird aktiviert.
  2. Navigationsmodus: Der Navigationsmodus wird aktiviert.
  3. Verknüpfungsmodus: Der Verknüpfungsmodus wird aktiviert.
  4. Löschmodus Der Löschmodus wird aktiviert.
  5. Neues Browsermodell importieren: Ein neues Browsermodell in Form eines Potree-Viewers wird erstellt. Dieser Button ist nur aktiv, falls gerade ein Strukturelement angehakt ist, welches noch kein anderes Browsermodell enthält. Das neue Browsermodell wird daraufhin diesem Element untergeordnet und ist damit nur sichtbar, falls das Strukturelement oder eines seiner Kinder ohne eigenes Modell angewählt wird. Ist zusätzlich ein räumlicher Kontext angewählt, wird das neue Browsermodell der aktuellen Auswahl an Kontexten automatisch zugeteilt und ist damit nur sichtbar, wenn einer dieser Kontexte oder kein einziger Kontext aktiviert wurde. Bei Klick auf den Button muss zunächst eine Server-Adresse angegeben werden, auf den die LAS-Datei anschließend geladen werden soll. Hier besteht keine Beschränkung bzgl. Dateigröße. Im nächsten Schritt kann die Datei selbst ausgewählt werden und wir hochgeladen. Dabei wird intern eine neue Potree-Visualisierung erstellt und die dabei generierte URL in ein neues Browsermodell gesetzt.
  6. Dropdown: Das Import-Menü wird geöffnet.
  7. Ansicht von vorne: Dieser Button ist nur aktiv, wenn gerade eine Visualisierung vom Typ Potree verwendet wird. Die Punktwolke wird bei Klick daraufhin so gedreht, dass Anwender das Objekt von vorne betrachten kann.
  8. Dropdown: Das Orientierungsmenü wird geöffnet.
  9. Fokus: Die externe Visualisierung fokussiert auf das gesamte Modell. Der Zoomfaktor wird dabei neu gesetzt, so dass das Model vollständig und das Fenster füllend sichtbar wird.
  10. Dropdown: Das Zoom-Menü wird geöffnet.
  11. Kameras: Die Orbit-Kamera wird aktiviert. Sie ist standardmäßig aktiv.
  12. Dropdown: Das Kamera-Menü wird geöffnet.
  13. Browser aktualisieren: Die externe Visualisierung wird aktualisiert.
  14. Menü: Das Seitenmenü wird geöffnet.
  15. Minimize: Die externe Visualisierung wird minimiert und nur am Rande des MonArch-Clients mittels ihres Icons dargestellt.
  16. Maximize: Die externe Visualisierung füllt den gesamten Bildschirm und alle anderen Fenster werden minimiert. Ein Doppelklick auf den Tab selbst hat dieselbe Wirkung. Es ist außerdem möglich, den Tab an beliebige andere Stellen innerhalb des Clients zu verschieben.

2.8.2 Import-Menü

Das Import-Menü öffnet sich bei Klick auf den Dropdown-Pfeil neben dem Plus-Button und beinhaltet folgende Möglichkeiten, neue Visualisierungen zu erstellen oder zu importieren:

  1. Externes Browsermodell verknüpfen: Im Gegensatz zur Funktionalität hinter dem Plus-Button selbst, wo eine LAS-Datei importiert wird, wird hier davon ausgegangen, dass bereits eine externe Visualisierung vorhanden ist, die über einen Browser jederzeit abrufbar ist. Sie kann in den MonArch-Client eingebunden werden, indem hier ihre URL angegeben und damit ein neues Browsermodell erstellt und an das gerade selektierte Strukturelement gehängt wird. Zusätzlich muss der Typ der Visualisierung manuell angegeben werden: Potree, Navvis, xeokit oder allgemein „Browser“. Die oberen drei Optionen beinhalten Möglichkeiten, Annotationen und Verknüpfungen im MonArch-Client zu setzen, der allgemeinere Browser dagegen dient als reine Visualisierung und unterstützt keine räumlichen Verknüpfungen.
  2. Aktuelles Browsermodell duplizieren: Dieser Button ist aktiv, falls gerade ein Strukturelement angehakt ist, welches selbst kein Browsermodell beinhaltet, für das aber ein übergeordnetes Browsermodell gefunden wurde und gerade angezeigt wird. Dieses Browsermodell kann per Klick dupliziert werden, d.h. ein neues Modell mit derselben hinterlegten URL wird erstellt und an der aktuellen Selektion abermals hinterlegt. Damit kann eine neue Ebene an Verknüpfungen erstellt werden, was v.a. bei Verwendung des Potree-Viewers praktikabel ist. Bei Auswahl eines neuen Browsermodells wird daraufhin nicht die komplette Ansicht neu geladen, sondern nur alle Annotationen neu gesetzt (s. Navigationsmodus).
  3. Vorhandenes IFC-Modell verknüpfen: Dieser Button ist aktiv, falls gerade ein Strukturelement mit bereits verknüpftem IFC-Modell angewählt wurde, also zum Beispiel der oberste Knoten einer aus IFC heraus generierten Hierarchie mittels des Seitenmenüs der Strukturhierarchie. Anschließend wird für dieses Modell eine Visualisierung in Form eines Browsermodells vom Typ xeokit erstellt. Für jede darin enthaltene Geometrie wird zudem eine MonArch-Geometrie erstellt und automatisch mit den Elementen der Strukturhierarchie und den Bereichen innerhalb der Visualisierung verknüpft, um eine Navigation durch das Modell zu ermöglichen. Dieser Import funktioniert damit analog zum IFC-Import für die 3D-Visualisierung.
  4. Vorhandenes Punktwolkenmodell verknüpfen: Hier muss zunächst die Adresse eines Servers angegeben werden. Anschließend werden alle dort gefundenen LAS-Dateien aufgelistet. Nach Auswahl eines Modells wird, wie auch beim übergeordneten Plus-Button aus der Toolbar, eine neue Potree-Visualisierung generiert und ein Browsermodell mit der zurückgegebenen URL erstellt und der aktuellen Auswahl an Strukturelementen untergeordnet.

2.8.3 Orientierungsmenü

Das Orientierungsmenü öffnet sich bei Klick auf den Dropdown-Pfeil neben dem Orientierungsbutton und ist nur für Potree-Visualisierungen aktiv. Es beinhaltet folgende Einträge:

  1. Ansicht von vorne: Die Punktwolke wird gedreht, so dass Anwender von vorne auf das dargestellte Modell blicken können.
  2. Ansicht von hinten: Die Punktwolke wird gedreht, so dass Anwender von hinten auf das dargestellte Modell blicken können.
  3. Ansicht von links: Die Punktwolke wird gedreht, so dass Anwender von links auf das dargestellte Modell blicken können.
  4. Ansicht von rechts: Die Punktwolke wird gedreht, so dass Anwender von rechts auf das dargestellte Modell blicken können.
  5. Ansicht von oben: Die Punktwolke wird gedreht, so dass Anwender von oben auf das dargestellte Modell blicken können.
  6. Ansicht von unten: Die Punktwolke wird gedreht, so dass Anwender von unten auf das dargestellte Modell blicken können.

2.8.4 Zoom-Menü

Das Zoom-Menü öffnet sich bei Klick auf den Dropdown-Pfeil neben dem Fokussierungsbutton und ist für Visualisierungen vom Typ Potree, xeokit und Navvis aktiv. Es beinhaltet folgende Einträge:

  1. Vergrößern: Der Zoomfaktor auf den dargestellten Bereich der externen Visualisierung wird erhöht.
  2. Verkleinern: Der Zoomfaktor auf den dargestellten Bereich der externen Visualisierung wird verringert.
  3. Zoom auf Selektion: Die aktuelle Auswahl an Strukturelementen wird in der Visualisierung gesucht und angezeigt.

2.8.5 Kamera-Menü

Das Kamera-Menü öffnet sich bei Klick auf den Dropdown-Pfeil neben dem Kamera-Button. Dieses Menü ist nur für Visualisierungen vom Typ Potree oder xeokit aktiv. Dabei kann zu jedem Zeitpunkt immer nur einer der folgenden vier Einträge selektiert sein:

  1. Orbit Kamera: Die Orbit Kamera wird aktiviert. Diese Kamera ermöglicht die Rotation der Kamera um das aktuelle Modell. Sie ist standardmäßig aktiviert.
  2. Fly Kamera: Die Fly Kamera wird aktiviert. Diese Kamera erlaubt freie Bewegungen in allen drei Dimensionen. Sie ist standardmäßig deaktiviert.
  3. First Person Kamera: Die First Person Kamera wird aktiviert. Diese Kamera simuliert das Betrachten der Szene als Person, die sich darin befindet und bewegt. Bewegungen werden dabei unabhängig von der Blickhöhe immer horizontal ausgeführt.
  4. Move Scene Kamera: Die Move Scene Kamera wird aktiviert. Diese Kamera ermöglicht die Bewegung der Kamera in der Szene unter Verwendung der Maus. Sie ist standardmäßig deaktiviert.

2.8.6 Seitenmenü

Das Seitenmenü öffnet sich bei Klick auf die drei übereinander liegenden Punkte am Ende einer Toolbar und beinhaltet im Fall der externen Visualisierung folgenden Menüpunkt:

  1. Hilfe: Die Online-Hilfe zur externen Visualisierung wird im Browser geöffnet.

2.8.7 Mausfunktionen

Die externe Visualisierung lässt sich neben der Verwendung der Toolbar auch über die Maus oder die Tastatur direkt steuern. Folgende Funktionen werden dabei im Navvis-Viewer unterstützt:

  1. Vorwärts scrollen: Der Zoomfaktor wird erhöht.
  2. Rückwärts scrollen: Der Zoomfaktor wird verringert.
  3. Linker Mausklick und Bewegung: Der Blickwinkel wird um sich selbst gedreht.
  4. Pfeiltaste oben: Es wird ein Schritt nach vorne gegangen.
  5. Pfeiltaste unten: Es wird ein Schritt zurück gegangen.
  6. Pfeiltaste rechts: Der Blickwinkel dreht sich nach rechts.
  7. Pfeiltaste links: Der Blickwinkel dreht sich nach links.

Im Potree- und xeokit-Viewer wird des Weiteren zwischen den verschiedenen Kameras unterschieden. Folgende Funktionen werden für die standardmäßig aktivierte Orbit Kamera unterstützt:

  1. Vorwärts scrollen: Der Zoomfaktor wird erhöht.
  2. Rückwärts scrollen: Der Zoomfaktor wird verringert.
  3. Rechter Mausklick und Bewegung: Das Modell wird verschoben.
  4. Linker Mausklick und Bewegung: Das Modell wird um die Maus gedreht.

Folgende Funktionen werden dagegen für die First Person und Fly Kamera unterstützt:

  1. Rechter Mausklick und Bewegung: Das Modell wird verschoben.
  2. Linker Mausklick und Bewegung: Das Blickpunkt auf das Modell wird verschoben.
  3. Q: Der Blickpunkt auf die externe Visualisierung bewegt sich ein Stück nach oben.
  4. Y: Der Blickpunkt auf die externe Visualisierung bewegt sich ein Stück nach unten.
  5. A: Der Blickpunkt auf die externe Visualisierung bewegt sich ein Stück nach links.
  6. D: Der Blickpunkt auf die externe Visualisierung bewegt sich ein Stück nach rechts.
  7. W: Der Blickpunkt auf die externe Visualisierung bewegt sich ein Stück nach vorne.
  8. S: Der Blickpunkt auf die externe Visualisierung bewegt sich ein Stück nach hinten.

Im Fall der Move Scene Kamera ist die Steuerung über die Tastatur nicht mehr möglich und stattdessen werden folgende Mausfunktionen unterstützt:

  1. Vorwärts scrollen: Der Zoomfaktor wird erhöht.
  2. Rückwärts scrollen: Der Zoomfaktor wird verringert.
  3. Rechter Mausklick und Bewegung: Das Modell selbst wird verschoben.
  4. Linker Mausklick und Bewegung. Das Modell wird um die Maus gedreht.

2.8.8 Modi

Jede der drei vorhandenen Visualisierungen in MonArch 3.0 (3D-Visualisierung, 2D-Visualisierung, Kartenansicht) basiert auf den vier jeweils gleichen Modi, von welchen zu jedem Zeitpunkt immer nur ein einziger aktiviert sein kann. Der aktuell verwendete Modi wird in der Toolbar durch eine leichte Blaufärbung des entsprechenden Buttons präsentiert. Die Modi können im Fall der externen Visualisierung nur bei Verwendung eines Potree-, xeokit- oder Navvis-Viewers benutzt werden.

2.8.8.1 Der Selektionsmodus

Der Selektionsmodus ist nicht standardmäßig aktiviert, kann aber – wie alle anderen Modi auch – jederzeit durch Klick auf den ersten der vier Modi-Buttons aktiviert werden. Daraufhin wird die externe Visualisierung eingefroren, d.h. auch die Abwahl aller Strukturelemente in der Strukturhierarchie führt hier nicht dazu, dass die entsprechenden Browsermodelle nicht mehr im Visualisierungsfenster sichtbar sind. Stattdessen verharrt der Browser so lange in der aktuellen Ansicht, bis der Modus wieder gewechselt wird. Zoom sowie Bewegungen durch die Modelle sind aber natürlich dennoch weiterhin möglich. Damit kann dieser Modus genutzt werden, um sich einen Überblick über die Gebäudeverteilung zu schaffen.

Ein Klick auf einen Bereich oder eine Annotation in der Karte hakt das davon repräsentierte Strukturelement in der Strukturhierarchie an. Analog führt ein An- oder Abhaken von Elementen in der Strukturhierarchie in diesem Modus auch zu einer Selektion der repräsentierenden Elemente im Modell.

Xeokit

Im Fall des xeokit-Viewers spiegelt sich das durch eine Einfärbung der entsprechenden Bereiche in grün wider, wie im folgenden Beispiel das linke Fenster, welches durch eine Auswahl des Strukturelements  „EG-Fenster-4“ in der externen Visualisierung automatisch markiert wurde.

3D-Modell © xeokit

Potree

Der Potree-Viewer dagegen arbeitet mit Annotationen in Form von dauerhaft sichtbaren Labeln innerhalb der Punktwolke anstatt mit farblichen Veränderungen oder Informationsfenstern. Im Selektionsmodus reagiert der Viewer deshalb nicht auf Selektionen innerhalb der Strukturhierarchie, die andere Richtung funktioniert aber weiterhin wie gewohnt.

2.8.8.2 Der Navigationsmodus

Der Navigationsmodus ist beim Start des MonArch-Clients immer standardmäßig aktiviert und befindet sich in der Toolbar an zweiter Stelle. Er erlaubt eine gemeinsame Navigation durch die Strukturhierarchie und externe Visualisierung. Im Gegensatz zum Selektionsmodus kann sich dabei eventuell auch das angezeigte Browsermodell ändern, wodurch verschiedene Annotationen und Verknüpfungen dargestellt werden können.

Ein Klick auf einen Bereich oder eine Annotation in der Ansicht führt auch in diesem Modus wieder zur Anwahl des repräsentierten Strukturelements in der Strukturhierarchie. Alle anderen Haken werden dabei zudem entfernt, sodass nur die aktuelle Auswahl selektiert bleibt. Analog lässt sich die Navigation von der Strukturhierarchie aus durch ein An- und Abwählen einzelner Strukturelemente steuern. Die Ansicht ist dabei nicht eingefroren, so dass die Anwahl eines neuen Elements auch zu einer Veränderung der dargestellten Visualisierung führen kann, falls an der neuen Auswahl ein eigenes Browsermodell hinterlegt ist.

Xeokit

Der xeokit-Viewer reagiert auf Veränderungen in der Strukturhierarchie abermals mit entsprechenden Einfärbungen der selektierten Elemente in grün. Zusätzlich wird im Navigationsmodus auf jedes selektierte Element gezoomt. Das wird im folgenden Beispiel deutlich, in dem zunächst kein spezielles Strukturelement ausgewählt ist und deshalb das ganze Haus sichtbar ist.

3D-Modell © xeokit

Durch die Selektion der Terassentür wird nun dieser Bereich in der Visualisierung grün gefärbt. Zusätzlich wurde der derzeit sichtbare Ausschnitt aus dem Modell automatisch auf die Terassentür gezoomt, wie im folgenden Bild erkennbar ist:

3D-Modell © xeokit

Potree

Der Potree-Viewer visualisiert Annotationen innerhalb einer Punktwolke, auf die bei Anwahl eines neuen Strukturelements gezoomt wird. Dabei wird dieselbe Ansicht eingestellt, die bei der Erstellung der Annotation gesetzt war. Ein Wechsel zwischen Elementen verschiebt somit in diesem Modus auch die Ansicht, z.B. vom Kopf der Statue zu ihrem Sockel.

3D-Modell © Potree

Besonders der Potree-Viewer eignet sich für die Verwendung mehrerer duplizierter Browsermodelle, da hier immer alle Annotationen sichtbar sind und somit die Ansicht bei der Erstellung zu vieler Markierungen schnell unübersichtlich werden könnte. Im folgenden Beispiel wurde das Browsermodell „Potree Modell“ der Statue deshalb dupliziert und an den Kopf erneut angehängt. Zusätzlich wurden auf dieser neuen Ebene drei weitere Unterknoten erstellt und mit Koordinaten in der Punktwolke verknüpft (Auge links, Mund und Nase). Ein Klick auf den Kopf (egal ob in der Visualisierung oder in der Strukturhierarchie) navigiert die Ansicht nun nicht mehr zur entsprechenden Annotation innerhalb der Punktwolke, sondern lädt stattdessen das zweite Browsermodell und damit die drei neuen Annotationen.

3D-Modell © Potree

Die dargestellten Annotationen können so einfach ein- oder ausgeblendet werden, ohne das Modell selbst zu verändern. Auch Mehrfachselektionen sind hier möglich, sodass sowohl die drei Markierungen unterhalb des Kopfs als auch die zwei Annotationen für Kopf und Sockel gleichzeitig visualisiert werden können. Dazu genügt es, beide Strukturelemente im Navigationsmodus anzuhaken.

3D-Modell © Potree

2.8.8.3 Der Verknüpfungsmodus

Der Verknüpfungsmodus ist standardmäßig nicht aktiviert, kann aber jederzeit über den dritten Button der Toolbar aktiviert werden. Dieser Modus friert das aktuell sichtbare Browsermodell ebenfalls wieder ein. Zusätzlich werden hier alle Haken innerhalb der Strukturhierarchie entfernt.

Um eine neue Verknüpfung anzulegen genügt es dann, das gewünschte Element in der Strukturhierarchie anzuhaken und anschließend mit der linken Maustaste an die gewünschte Stelle in der Visualisierung zu klicken.

Xeokit

Zunächst werden im xeoKit-Viewer alle bereits verknüpften Bereiche innerhalb des Modells rot eingefärbt – im unteren Beispiel bestehen also noch keine Verknüpfungen.

3D-Modell © xeokit

Bei einem Klick im Verknüpfungsmodus wird daraufhin im Hintergrund überprüft, ob ein identifizierbares Objekt imModell gefunden wurde (und nicht z.B. der leere Raum um das Haus herum angeklickt wurde). Falls nein, geschieht nichts weiter. Falls ja, wie im unteren Beispiel das rechte Fenster, wird eine neue Geometrie erstellt, welche das angewählte Strukturelement („EG-Fenster-5“)repräsentieren soll. Zudem wird die Geometrie dem Browsermodell zugeordnet, auf welchem der Klick stattfand. Der xeokit-Viewer färbt den neu hinzugefügten Bereich zudem rot ein.

3D-Modell © xeokit

Potree

Der Potree-Viewer arbeitet im Gegensatz zum xeokit-Viewer mit Markierungen statt Bereichen. Deshalb müssen sie auch nicht bereits existieren, um eine neue Verknüpfung zu erstellen. Stattdessen genügt hier wieder ein einfacher Klick auf einen Punkt innerhalb der Punktwolke. An der entsprechenden Stelle wird dadurch eine neue Annotation erstellt, die den Namen des gerade selektierten Strukturelements übernimmt (eine Mehrfachselektion würde zu einem Aneinanderreihen aller Namen führen). Im Hintergrund wird auch hier eine neue Geometrie erstellt und mit dem Strukturelement und aktiven Browsermodell verknüpft. Zusätzlich wird bei dieser Visualisierung die Kameraposition gespeichert, sodass ein späteres Anwählen der Annotation im Navigationsmodus, egal ob in der Strukturhierarchie oder in der Visualisierung selbst, zu einem Setzen dieser Kameraposition führt und die Annotation nicht erst in der Ansicht manuell gesucht werden muss.

Im folgenden Beispiel soll der linke Hinterfuß der Statue mit einem entsprechend benannten Strukturelement verknüpft werden. Dazu wurde der Verknüpfungsmodus aktiviert und das Element in der Strukturhierarchie angewählt. Nach dem Einrichten der gewünschten Kameraposition genügt ein Klick in die Punktwolke, und die Verknüpfung in Form einer neuen Geometrie ist erstellt.

3D-Modell © Potree

2.8.8.4 Der Löschmodus

Der Löschmodus kann über den letzten der vier Modi-Buttons aktiviert werden und friert ebenfalls die aktuell dargestellte Ansicht ein. Die Strukturhierarchie muss beim Löschen eines Objektes nicht mehr beachtet werden, da angehakte Elemente hier keinen Einfluss auf die Löschoperation haben. Stattdessen genügt ein einfacher Linksklick auf ein Objekt in der externen Visualisierung, um alle dahinter liegenden Geometrien samt der an ihr befindlichen Beziehungen zu anderen Elementen zu löschen.

Xeokit

Im xeokit-Viewer genügt es, einen Klick auf einen Bereich zu setzen, der verknüpft ist und deshalb rot eingefärbt dargestellt wird. Damit werden alle hinterlegten Geometrien entfernt. Im folgenden Beispiel ist also das ganze Haus bereits verknüpft worden, da alle Elemente rot sind.

3D-Modell © xeokit

Um alle Verknüpfungen an die Grasfläche um das Haus herum zu entfernen, genügt ein Klick auf diese Flächen. Damit werden die Einfärbung sowie alle damit verbundenen Geometrien gelöscht.

3D-Modell © xeokit

Potree

Auch im Potree-Viewer genügt es, im Löschmodus auf eine vorhandene Annotation zu klicken, um alle damit verbundenen Geometrien zu entfernen. Eine Annotation wird dabei dunkler und besitzt einen helleren Rahmen, sobald sie von der Maus aktiviert wird:

3D-Modell © Potree

Erst dann schlagen ein Klick und damit auch die hinterlegten Löschaktionen richtig an, andernfalls würde nichts passieren.

3D-Modell © Potree

[1] https://github.com/potree/potree

[2] https://xeokit.io/

[3] https://www.navvis.com/de/ivion