3D-Modell © KDWT Bamberg

MonArch 3.0 enthält eine Kartenansicht, in welcher mittels Open Street Map Marker gesetzt und mit Strukturelementen verknüpft werden können. Sie befindet sich hinter den beiden anderen Visualisierungstabs und sieht folgendermaßen aus:

Die Kartenansicht eignet sich als erster Einstieg in die Arbeit mit dem MonArch-System, da damit auf einfache Art eine Navigation zu bestimmten Gebäuden ermöglicht wird. Intern wird die Karte über Kartenmodelle (wie das selektierte Element Nürnberg in der Abbildung) und Geographien (die Kinder dieses Elements) dargestellt. Das System ist allerdings so aufgebaut, dass auch ein Arbeiten ohne das Einblenden dieser beiden Typen möglich ist.  Die Filteroptionen im Seitenmenü der Strukturhierarchie ermöglichen dazu das Ein- und Ausblenden dieser Elemente:

Im obigen Beispiel wurde ein Kartenmodell an die Stadt Nürnberg gehängt. Analog zu den Ergebnisfenstern (z.B. für digitale Dokumente) reagiert auch die Karte auf Haken in der Strukturhierarchie, weshalb die in diesem Modell beinhalteten Marker nur in der Kartenansicht sichtbar sind, wenn das Strukturelement Nürnberg oder eines seiner untergeordneten Elemente angewählt wurde. Dabei gilt immer: Ist ein Strukturelement angewählt, wird das unterste dazu passende Kartenmodell angezeigt. Das Germanische Nationalmuseum hat in diesem Beispiel kein eigenes Modell, deshalb wird eine Stufe höher gesucht und das gefundene Modell für ganz Nürnberg angezeigt. Hätte das Germanische Nationalmuseum jedoch selbst auch ein zugeordnetes eigenes Kartenmodell, wie es im Abschnitt zum Navigationsmodus in diesem Kapitel beschrieben wird, würde dagegen nur dieses sichtbar werden.

Ein Kartenmodell alleine ändert aber noch nichts an der Darstellung der Karte. Dazu müssen erst Geographien in das Modell eingefügt werden, die in der Kartenansicht durch benannte Marker dargestellt werden. Eine Geographie hängt also zum einen an einem Kartenmodell, wodurch die allgemeine Sichtbarkeit geregelt wird. Zum anderen wird es mit einem Strukturelement verknüpft, welches es auf der Karte repräsentiert und wodurch es auf der Karte seinen Namen erhält. Das Germanische Nationalmuseum wird, wie in der Strukturhierarchie ersichtlich, durch eine Geographie mit dem Titel „Geographie f. Museum“ repräsentiert, welche auch direkt unter dem Kartenmodell Nürnberg zu finden ist.

Es ist ebenfalls möglich, Kartennmodellen sowie Geographien einen räumlichen Kontext zuzuordnen. Die Art und Weise der Verwendung dieser Kontexte wird im entsprechenden Kapitel zur Kontextansicht ausführlich erläutert. Die Kontextzuordnung wird dabei aus Sicht der Kartenansicht automatisch ausgeführt, wenn neue Objekte unter einem angewählten Kontext erstellt oder verknüpft werden – analog zur Erstellung neuer Strukturelemente in der Strukturhierarchie. Eine spätere Änderung dieser Zuordnungen ist sowohl im Eigenschaftenfenster der räumlichen Kontexte als auch per Drag und Drop möglich.

Die Eigenschaften von Kartenmodellen und Geographien werden zudem in jeweils eigenen Artikeln näher beschrieben.

2.7.1 Toolbar

Über der Kartenansicht befindet sich die standardisierte Toolbar, die über jeder Visualisierung (3D-Visualisierung, 2D-Visualisierung, Kartenansicht) in fast gleicher Form zu finden ist. Sie enthält für die Weltkarte folgende Buttons:

  1. Selektionsmodus: Der Selektionsmodus wird aktiviert.
  2. Navigationsmodus: Der Navigationsmodus wird aktiviert.
  3. Verknüpfungsmodus: Der Verknüpfungsmodus wird aktiviert.
  4. Löschmodus Der Löschmodus wird aktiviert.
  5. Neues Kartenmodell erstellen: Ein neues Kartenmodell wird erstellt. Falls gerade kein Strukturelement ausgewählt ist, wird das Kartenmodell an oberster Ebene in der Strukturhierarchie verortet und ist sind somit immer sichtbar, solange kein untergeordnetes Modell angewählt wird. Falls ein Haken an einem Strukturelement gesetzt ist, wird das Kartenmodell diesem Element untergeordnet und ist damit nur sichtbar, falls das Strukturelement oder eines seiner Kinder angewählt wird. Ist zusätzlich ein räumlicher Kontext angewählt, wird das neue Modell der aktuellen Auswahl an Kontexten automatisch zugeteilt und wird damit nur sichtbar, wenn einer dieser Kontexte oder kein einziger Kontext aktiviert wurde.
  6. Nach Norden: Der dargestellte Bereich der Kartenansicht bewegt sich ein Stück nach Norden.
  7. Dropdown: Das Orientierungsmenü wird geöffnet.
  8. Fokus: Die Kartenansicht fokussiert auf die aktuelle Auswahl an verknüpften Strukturelementen in der Strukturhierarchie. Damit werden alle Geographien, die in den aktuell sichtbaren Kartenmodellen verortet wurden, durch ein automatisches Verschieben sowie eine Änderung des Zoomfaktors innerhalb des angezeigten Bereichs der Kartenansicht sichtbar.
  9. Dropdown: Das Zoom-Menü wird geöffnet.
  10. Zentrum setzen: Dieser Button ist nur aktiv, wenn gerade ein Kartenmodell sichtbar ist. Bei Klick wird der aktuell dargestellte Kartenabschnitt als Zentrum des Modells gesetzt. Dies kann jederzeit durch ein erneutes Klicken verändert werden. Jedes Mal, wenn darauf dieses spezielle Kartenmodell sichtbar geschalten wird, verschiebt sich die Karte um das gesetzte Zentrum anzuzeigen.
  11. Kartenansicht aktualisieren: Die Kartenansicht wird aktualisiert.
  12. Minimize: Die Kartenansicht wird minimiert und nur am Rande des MonArch-Clients mittels ihres Icons dargestellt.
  13. Maximize: Die Kartenansicht füllt den gesamten Bildschirm und alle anderen Fenster werden minimiert. Ein Doppelklick auf den Tab selbst hat dieselbe Wirkung. Es ist außerdem möglich, den Tab an beliebige andere Stellen innerhalb des Clients zu verschieben.

2.7.2 Orientierungsmenü

Das Orientierungsmenü öffnet sich bei Klick auf den Dropdown-Pfeil neben dem Orientierungsbutton und beinhaltet folgende Einträge:

  1. Nach Norden: Der dargestellte Bereich der Kartenansicht bewegt sich ein Stück nach Norden.
  2. Nach Süden: Der dargestellte Bereich der Kartenansicht bewegt sich ein Stück nach Süden.
  3. Nach Westen: Der dargestellte Bereich der Kartenansicht bewegt sich ein Stück nach Westen.
  4. Nach Osten: Der dargestellte Bereich der Kartenansicht bewegt sich ein Stück nach Osten.

2.7.3 Zoom-Menü

Das Zoom-Menü öffnet sich bei Klick auf den Dropdown-Pfeil neben dem Fokussierungsbutton und beinhaltet folgende Einträge:

  1. Vergrößern: Der Zoomfaktor auf den dargestellten Bereich der Kartenansicht wird erhöht.
  2. Verkleinern: Der Zoomfaktor auf den dargestellten Bereich der Kartenansicht wird verringert.
  3. Zoom auf Selektion: Dieser Button ist nur nicht ausgegraut, wenn die aktuelle Auswahl in der Karte eine Geographie beinhaltet. Dann kann der Marker für dieses Objekt per Klick auf der Karte mit maximalem Zoomfaktor gesucht und angezeigt werden.

Die Kartenansicht erlaubt dabei einen maximalen und minimalen Zoomfaktor von folgenden Dimensionen:

2.7.4 Mausfunktionen

Die Kartenansicht lässt sich neben der Verwendung der Toolbar auch über die Maus direkt steuern. Folgende Funktionen werden dabei unterstützt:

  1. Rückwärts scrollen: Der Zoomfaktor wird verringert.
  2. Vorwärts scrollen: Der Zoomfaktor wird erhöht.
  3. Rechter Mausklick und Bewegung: Die komplette Karte wird verschoben.

2.7.5 Modi

Jede der drei vorhandenen Visualisierungen in MonArch 3.0 (3D-Visualisierung, 2D-Visualisierung, Kartenansicht) basiert auf den vier jeweils gleichen Modi, von welchen zu jedem Zeitpunkt immer nur ein einziger aktiviert sein kann. Der aktuell verwendete Modi wird in der Toolbar durch eine leichte Blaufärbung des entsprechenden Buttons präsentiert.

2.7.5.1 Der Selektionsmodus

Der Selektionsmodus ist nicht standardmäßig aktiviert, kann aber – wie alle anderen Modi auch – jederzeit durch Klick auf den ersten der vier Modi-Buttons aktiviert werden. Daraufhin wird die Kartenansicht eingefroren, d.h. auch die Abwahl aller Strukturelemente in der Strukturhierarchie führt hier nicht dazu, dass die entsprechenden Kartenmodelle nicht mehr im Visualisierungsfenster sichtbar sind. Stattdessen verharrt die Karte so lange in der aktuellen Ansicht, bis der Modus wieder gewechselt wird. Zoom sowie Bewegungen durch die Karte sind aber natürlich dennoch weiterhin möglich. Damit kann dieser Modus genutzt werden, um sich einen Überblick über die Gebäudeverteilung zu schaffen.

Ein Klick auf einen Marker in der Karte hakt das davon repräsentierte Strukturelement in der Strukturhierarchie an. Ein abermaliger Klick löscht den Haken in der Strukturhierarchie wieder. Analog führt ein An- oder Abhaken von Elementen in der Strukturhierarchie in diesem Modus auch zu einer Einfärbung der sie repräsentierenden Marker in der Karte. Die standardmäßig verwendete Farbe für selektierte Elemente ist dabei dunkelblau, wie in der folgenden Abbildung zu sehen ist. Sie kann allerdings in den Einstellungen individuell verändert werden.

Der Navigationsmodus ist beim Start des MonArch-Clients immer standardmäßig aktiviert und befindet sich in der Toolbar an zweiter Stelle. Er erlaubt eine gemeinsame Navigation durch die Strukturhierarchie und Kartenansicht. Im Gegensatz zum Selektionsmodus kann sich dabei eventuell auch das angezeigte Kartenmodell ändern, wodurch verschiedene Marker dargestellt werden.

Ein Klick auf einen Marker in der Karte führt auch in diesem Modus wieder zur Anwahl des repräsentierten Strukturelements in der Strukturhierarchie. Bei einem zweiten Klick auf denselben Marker verschwindet der Haken wieder. Analog lässt sich die Navigation von der Strukturhierarchie aus durch ein An- und Abwählen einzelner Strukturelemente steuern. Die Karte ist dabei allerdings nicht eingefroren, so dass die Anwahl eines neuen Elements auch zu einer Veränderung der dargestellten Marker führen kann.

Die Anwahl von St. Jakob im obigen Beispiel führt lediglich zu einer Anwahl des entsprechenden Strukturelements in der Hierarchie. Das derzeit dargestellte Kartenmodell ist noch immer Nürnberg selbst, mit dem die einzelnen Gebäude vom Germanischen Nationalmuseum bis zum Westfriedhof verknüpft sind. Wenn im Navigationsmodus nun aber der Westfriedhof angeklickt wird – egal ob in der Strukturhierarchie oder in der Kartenansicht -, dann wird das Kartenmodell Westfriedhof, das direkt an diesem Strukturelement hängt, als näher gelegenes Modell gefunden und die Anzeige wechselt auf alle damit verknüpften Geographien. Der Westfriedhof wird zwar von einer Geographie direkt repräsentiert, aber diese ist nur im Modell von Nürnberg selbst enthalten und wird damit ab sofort nicht mehr angezeigt. Stattdessen wurden die vier Strukturelemente, die dem Kartenmodell des Friedhofs zugeordnet sind, sichtbar. Sie sind im unten dargestellten Beispiel dem Strukturelement des Westfriedhofs zwar untergeordnet, dies ist aber keine Voraussetzung für ihre Verknüpfung mit dem untergeordneten Kartenmodell des Friedhofs. Da zusätzlich auch ein Zentrum für dieses Modell gesetzt wurde, springt außerdem der dargestellte Bereich der Kartenansicht automatisch zum vordefinierten Zentrum. All dies geschah im Navigationsmodus durch einen einzigen Klick auf den Marker Westfriedhof in der Kartenansicht.

Standardmäßig werden angewählte Marker im Navigationsmodus in einer grünen Farbe eingefärbt. Dies kann in den Einstellungen jederzeit aber individuell konfiguriert werden.

2.7.5.3 Der Verknüpfungsmodus

Der Verknüpfungsmodus ist standardmäßig nicht aktiviert, kann aber jederzeit über den dritten Button der Toolbar aktiviert werden. Dieser Modus friert die aktuell angezeigten Markern ebenfalls wieder ein. Zudem werden alle verknüpften Marker in einer vordefinierten Highlightfarbe dargestellt. Sie ist standardmäßig gelb und kann in den Einstellungen verändert werden.

Um einen neuen Marker anzulegen genügt es, das gewünschte Element in der Strukturhierarchie anzuhaken und daraufhin mit der linken Maustaste an die gewünschte Stelle in der Karte zu klicken. Im Hintergrund wird dann eine neue Geographie erstellt, welche das Strukturelement repräsentieren soll. Zudem wird die Geographie dem in der Hierarchie am nächsten gelegenen Kartenmodell zugeordnet. Falls das gewählte Strukturelement direkt ein Modell besitzt (wie der Westfriedhof im vorherigen Abschnitt), wird die Geographie dort verortet. Ansonsten wird die Hierarchie nach oben verfolgt, bis ein Kartenmodell gefunden wurde (z.B. Nürnberg). Ist selbst an oberster Stelle kein Modell vorhanden, wird ein neues angelegt und direkt in der Strukturhierarchie eingehängt.

In diesem Beispiel soll die Kirche St. Sebald mit einem Marker versehen werden. Das Kartenmodell Nürnberg hängt am Strukturelement der Stadt selbst und wird bei einer Verknüpfung von St. Sebald als nächst gelegenes Kartenmodell gefunden werden. Um die Verknüpfung durchzuführen, muss nur das Strukturelement St. Sebald in der Strukturhierarchie angewählt und der Klick in der Kartenansicht durchgeführt werden.

Nun ist ein neuer Marker mit dem Namen des Strukturelements entstanden. Die dahinter liegende neue Geographie ist unter St. Sebald eingehängt. Ebenfalls sichtbar ist, dass die Geographie zusätzlich dem Kartenmodell Nürnberg untergeordnet ist, welches jetzt statt drei Kindern vier besitzt.

2.7.5.4 Der Löschmodus

Der Löschmodus kann über den letzten der vier Modi-Buttons aktiviert werden und friert ebenfalls die aktuell dargestellten Marker ein. Sie werden auch hier in der vom Benutzer in den Einstellungen konfigurierten Highlightfarbe (standardmäßig gelb) dargestellt. Die Strukturhierarchie muss beim Löschen eines Objektes nicht mehr beachtet werden, da angehakte Elemente hier keinen Einfluss auf die Löschoperation mehr haben. Stattdessen genügt ein einfacher Linksklick auf ein Objekt in der Kartenansicht, um alle dahinter liegenden Geographien samt der an ihr befindlichen Beziehungen zu anderen Elementen zu löschen.

Um St. Sebald zu löschen, wird folglich also nur der ebenso genannte Marker in der Karte einmal mit der linken Maustaste angeklickt.

Als Folge daraus wurde die Geographie , die soeben noch unter St. Sebald hing, entfernt und der Marker ist nicht mehr vorhanden.