Einleitung

Räumliche Kontexte dienen in MonArch der Zusammenfassung von Strukturelementen, Geographien, Geometrien und grafischen Modellen nach verschiedenen Gesichtspunkten und ermöglichen damit die Filterung der Strukturhierarchie, ohne die zugrunde liegende Datenstruktur zu verändern. Durch die Auswahl eines Kontextes werden nur diejenigen Elemente in der Hierarchie angezeigt, die diesem Kontext zugeordnet wurden. Als Einstiegspunkt dienen dabei die als Einstiegsstrukturelement im Kontext verknüpften Elemente. Diese Funktion ermöglicht eine Fokussierung auf einen bestimmten Aspekt oder Anwendungsfall innerhalb einer großen und breit gefächerten Gebäudestruktur.

Typische Einsatzbeispiele für die Anwendung von Kontexten:

  • Monitoring-Kontext für Zustandskontrollen
  • Ausstattungskontext für Kunstwerke und Ausstattung
  • Temporaler Kontext zur Darstellung verschiedener Bau- oder Nutzungsphasen

Räumliche Kontexte werden in einer eigenen Kontextansicht oberhalb der Strukturhierarchie angezeigt. Diese Ansicht ist standardmäßig deaktiviert, kann jedoch in den Einstellungen jederzeit aktiviert werden.

MonArch stellt so sicher, dass verschiedene Nutzergruppen (wie Kunsthistoriker, Archäologen, Restauratoren, Archivwissenschaftler oder Kuratoren) mit unterschiedlichen Perspektiven auf denselben Datenbestand individuelle Zugänge erhalten. Ein spätgotischer Anbau kann z.B. in einem historischen Kontext sichtbar sein, in einem restauratorischen Kontext jedoch ausgeblendet werden. Auch nicht mehr vorhandene oder ausgelagerte Bauteile oder Ausstattungselemente können über Kontexte unter bestimmten Aspekten in die Struktur eingebunden werden. Die räumliche Kontextansicht filtert die umfangreiche Gebäudestruktur dynamisch nach zuvor definierten Kontexten und ermöglicht eine individualisierte Sichtweise, ohne die Integrität der Daten zu beeinträchtigen. Ausgeblendete Elemente sind weiterhin im System vorhanden, erscheinen jedoch nur in bestimmten Kontexten. Die Anwendung erfolgt durch Auswahl eines oder mehrerer Kontexte, wodurch die darunterliegende Struktur auf die zugeordneten Elemente reduziert wird. MonArch unterscheidet dabei zwischen

  • Einstiegsstrukturelementen: Diese fungieren als neue Wurzelknoten der gefilterten Struktur und ermöglichen Einstiege auf jeder Hierarchieebene.
  • Allgemein zugeordnete Strukturelemente: Diese definieren, welche Elemente unterhalb der Einstiegsknoten erscheinen.

Definition der Beziehungen

Eigenschaften

  • Eingabefelder für Kurzbezeichnung und Beschreibung
  • Weitere benutzerdefinierte Eigenschaften können jederzeit im laufenden Betrieb angelegt werden (verschiedene Eingabeformate wie Checkbox, Textfeld, Datum, Uhrzeit, usw. möglich)
  • Aufteilung in benutzerdefinierte Gruppen von Eigenschaften (aufrufbar als jeweils eigene Tabs im Eigenschaftenfenster) zur besseren Übersicht

Strukturelemente

  • Definition: Baumansicht aller Strukturelemente, die dem Kontext normal oder als Einstiegselement zugeordnet sind.
  • Merkmale:
    • Optional: Anzeige von Geographien, Geometrien, 3D-/2D-Modellen, Kartenmodellen und externen Visualisierungen über das Filtermenü.
    • Unterscheidung zwischen der Zuweisung von Strukturelementen (werden in der gefilterten Hierarchie angezeigt) und Einstiegsstrukturelementen (bestimmen den genauen Startpunkt der gefilterten Hierarchie).
    • Zusätzliche Toolbar- sowie Rechtsklick-Menü-Funktionen zur Zuordnung dieser beiden Beziehungen verfügbar.
    • Keine tabellarische Darstellung vorhanden, um die Übersichtlichkeit der meist großen Mengen zu wahren.

Unterkontexte (zugeklappt)

  • Definition: Verwaltung hierarchisch untergeordneter Kontexte.
  • Merkmale:
    • Diese Beziehung definiert die Baumstruktur in der Kontexthierarchie.
    • Die Auswahl eines übergeordneten Kontextes filtert die Strukturhierarchie nicht automatisch auf seine Unterkontexte, Sichtbarkeit von Elementen in Unterkontexten erfordert deren gesonderte Aktivierung.