Einleitung

Ein grafisches Modell ist in MonArch eine in das System geladene Datei oder ein externer Verweis, die bzw. der zur Visualisierung eines Gebäudes oder Gebäudeteils dient. Grafische Modelle können in der Strukturhierarchie direkt an Strukturelemente angehängt oder an oberster Ebene frei platziert werden. Ist ein Modell einem Strukturelement zugeordnet, wird es angezeigt, sobald dieses oder ein darunterliegendes Element ohne eigenes Modell angewählt wird. Steht es frei, wird es immer dann angezeigt, wenn kein konkretes Strukturelement selektiert ist. Grafische Modelle sind so zentral für die visuelle Navigation in MonArch.

Es gibt insgesamt vier Arten von grafischen Modellen:

  1. 2D-Modelle
    • Enthalten importierte SVG-Dateien für die 2D-Visualisierung.
    • Maximale Dateigröße: 2 GB.
    • Anzahl der Modelle pro Strukturelement oder im System: unbegrenzt.
    • Mehrfachzuordnung und beliebige Positionierung in der Hierarchie möglich.
    • Wurden mehrere SVG-Dateien an ein Element angehängt, werden alle gemeinsam ins Visualisierungsfenster geladen. Eventuell spielt hier die Reihenfolge des Renderings eine Rolle.
  2. 3D-Modelle
    • Enthalten Dateien für die 3D-Visualisierung.
    • Maximale Dateigröße: 2 GB (Integration größerer Punktwolken über externe Visualisierung möglich).
    • Unterstützte Formate: IFC (ifc2x3, ifc4), GLB, DAE, LAS, PLY, E57.
    • Anzahl der Modelle pro Strukturelement oder im System: unbegrenzt.
    • Mehrfachzuordnung und beliebige Positionierung in der Hierarchie möglich.
    • Wurden mehrere 3D-Modelle an ein Element angehängt, werden alle gemeinsam ins Visualisierungsfenster geladen. So können beispielsweise IFC-Dateien mit Punktwolken für Monitoring-Zwecke überlagert werden.
  3. Kartenmodelle
    • Grundlage für die Kartenansicht, basierend auf OpenStreetMap.
    • Definieren den sichtbaren Kartenausschnitt bei Auswahl eines Strukturelements (enthalten aber immer die gesamte Weltkarte).
    • Derzeit einziges grafisches Modell, das Verknüpfungen – in Form von Markern – über Geographien modelliert (statt Geometrien).
  4. Externe Visualisierungen
    • Enthalten Referenzen für die externe Visualisierung.
    • Verknüpfen externe Inhalte mit der Strukturhierarchie, z. B. Webseiten, Dokumente, NavVis- oder Softvise-Projekte, Punktwolken.
    • Punktwolken benötigen einen laufenden MonArch-Punktwolken-Server, der von Administratoren über eine eigene Ansicht verwaltet wird.

Modelle können über die Toolbar der jeweiligen Visualisierung importiert oder verknüpft sowie über die Filteroptionen der Strukturhierarchie eingeblendet, verwaltet oder gelöscht werden.

Definition der Beziehungen

Eigenschaften

  • Eingabefelder für Kurzbezeichnung und Beschreibung.
  • Weitere benutzerdefinierte Eigenschaften können jederzeit im laufenden Betrieb angelegt werden (verschiedene Eingabeformate wie Checkbox, Textfeld, Datum, Uhrzeit, usw. möglich).
  • Aufteilung in benutzerdefinierte Gruppen von Eigenschaften (aufrufbar als jeweils eigene Tabs im Eigenschaftenfenster) zur besseren Übersicht.
  • Es ist möglich, jeder Art von grafischem Modell eigene Eingabefelder zuzuweisen.

Grafische Repräsentation

  • Definition: Verknüpfung zwischen einem grafischen Modell und einem oder mehreren Strukturelementen, die es darstellt.
  • Merkmale:
    • Bestimmt, bei Auswahl welcher Elemente das Modell ins Visualisierungsfenster geladen wird.
    • Mehrere Strukturelemente können mit einem Modell verknüpft sein.
    • Mehrere Modelle können an einem Strukturelement hängen und werden anschließend gleichzeitig geladen (in der 2D-Visualisierung spielt dabei die Rendering-Reihenfolge eine Rolle), Ausnahme ist die externe Visualisierung, in welcher stets nur genau ein Modell sichtbar ist.

Enthaltene Geometrien bzw. Geographien (zugeklappt)

  • Definition: Verknüpft einen markierten Bereich oder Punkt innerhalb des grafischen Modells mit einem Strukturelement.
  • Beispiel: Polygon in einer SVG-Datei, Bereich in einem 3D-Modell, Koordinate in der Karte oder in einer Punktwolke
  • Merkmale:
    • Ermöglichen die Navigation durch Visualisierungen: Ein Klick in das grafische Modell wählt das durch eine Geometrie bzw. Geographie repräsentierte Strukturelement in der Hierarchie an (umgekehrt ebenso).
    • Zuordnung erfolgt in der Regel in der jeweiligen Visualisierung direkt, nicht im Eigenschaftenfenster.

Kontextzuordnung (zugeklappt, nicht bearbeitbar)

  • Definition: Bindung eines grafischen Modells an einen oder mehrere räumliche Kontexte.
  • Merkmale:
    • Diese Zuordnung kann über die Eigenschaften des jeweiligen Kontextes oder per Drag und Drop verändert werden.
    • Ist ein Kontext selektiert, werden in der Strukturhierarchie nur Modelle angezeigt und ins Visualisierungsfenster geladen, die in diesem Kontext liegen.
    • Automatische Zuordnung beim Erstellen eines neuen Modells unter einem aktiven Kontext.