Einleitung

Strukturelemente umfassen in MonArch alle Elemente, die in der Strukturhierarchie als Repräsentanten eines strukturellen (Teil-)Objekts modelliert werden – beispielsweise Gebäude, Gebäudeteile, Räume, Fenster, Wände oder Bausteine. Es gibt keine festen Einschränkungen, was als Strukturelement modelliert werden kann. Die Strukturhierarchie dient dabei als zentrale Organisationsansicht und bildet die räumliche Gliederung eines oder mehrerer Gebäude flexibel und frei definierbar ab.

Strukturelemente können:

  • hierarchisch über Teil-von-Beziehungen miteinander verbunden sein (wie ein Raum, der Teil eines Geschosses ist, das wiederum Teil eines Gebäudes ist),
  • mehreren Bereichen gleichzeitig zugeordnet werden (Mehrfachverwendung ohne Duplikate, z.B. wie ein Pfeiler, der sowohl dem Langhausmittelschiff als auch Seitenschiff zugeordnet ist),
  • mit einem Strukturtyp klassifiziert werden,
  • mit Themen ausgezeichnet werden,
  • einem oder mehreren räumlichen Kontexten zugewiesen sein.

Bearbeitet werden Strukturelemente über ihr Eigenschaftenfenster oder durch Drag und Drop.

Definition der Beziehungen

Eigenschaften

  • Eingabefelder für Kurzbezeichnung und Beschreibung.
  • Weitere benutzerdefinierte Eigenschaften können jederzeit im laufenden Betrieb angelegt werden (verschiedene Eingabeformate wie Checkbox, Textfeld, Datum, Uhrzeit, usw. möglich).
  • Aufteilung in benutzerdefinierte Gruppen von Eigenschaften (aufrufbar als jeweils eigene Tabs im Eigenschaftenfenster) zur besseren Übersicht.
  • Typ- bzw. themenabhängige Eigenschaften erscheinen – falls vorhanden – in einem eigenen Bereich namens „Erweiterte Eigenschaften“.
  • Property Sets aus importierten IFC-Dateien erscheinen – falls vorhanden – in einem eigenen Bereich namens „BIM Eigenschaften“.

Strukturelle Abhängigkeit (Teil-von-Beziehung)

  • Definition: Beschreibt eine hierarchische Beziehung, bei der ein Strukturelement Teil eines anderen Strukturelements ist.
  • Beispiel: „Nordquerhausfassade“ ist Teil des „Nordquerhauses“.
  • Merkmale:
    • Diese Beziehung definiert die Baumstruktur in der Strukturhierarchie.
    • Änderungen an der Beziehung werden immer im Eigenschaftenfenster des jeweils übergeordneten Elements vorgenommen, hier also in den Eigenschaften des Nordquerhauses.
    • Mehrere untergeordnete Elemente können einem übergeordneten Element zugeordnet werden.
    • Ein untergeordnetes Element kann jedoch stets nur Teil eines anderen Elements sein, d.h. das Setzen dieser Beziehung entfernt möglicherweise vorhandene andere Beziehungen.

Strukturelle Zugehörigkeit

  • Definition: Beziehung zwischen einem Strukturelement und einem oder auch mehreren übergeordneten Strukturelementen, zu denen es inhaltlich gehört, ohne in deren Hierarchie unmittelbar als Bestandteil eingeordnet zu sein.
  • Beispiel: „Wand A“ trennt „Raum 1.2“ und „Raum 1.3“.
  • Merkmale:
    • Auch diese Beziehung definiert die Baumstruktur in der Strukturhierarchie.
    • Änderungen an der Beziehung werden immer im Eigenschaftenfenster des jeweils übergeordneten Elements vorgenommen, hier also in den Eigenschaften des Chors.
    • Eignet sich zur Verknüpfung von Ausstattung, beweglichen Elementen oder Gebäudeteilen, die zu mehreren Bereichen gehören (wie eine Wand, die zwei Räume trennt).

Strukturelle Zuordnung (zugeklappt)

  • Definition: Auszeichnung eines Elements mit einem anderen Strukturelement, mit dem es inhaltlich verbunden, aber nicht hierarchisch verknüpft ist.
  • Beispiel: Eine Heiligenfigur aus einem Museum gehört zum Chor einer Kirche, ist inzwischen aber kein baulicher Bestandteil des Chors mehr.
  • Merkmale:
    • Diese Beziehung wird nicht in der Strukturhierarchie dargestellt.
    • Wird ein Strukturelement in der Hierarchie angewählt, werden im Ergebnisfenster alle damit ausgezeichneten Strukturelemente angezeigt – analog zur Suche nach Dokumenten, die Gebäudeteilen zugeordnet wurden.

Thematische Auszeichnung

  • Definition: Anreicherung eines Strukturelements mit thematischen Informationen.
  • Beispiel: Strebepfeiler 10 aus dem Material „Sandstein“ besitzt einen „Witterungsschaden“.
  • Merkmale:
    • Direkte Zuordnung von Themen aus der Themenhierarchie oder über Auswahllisten in Form von Themengruppen
    • Wird ein Thema in der Themenhierarchie angewählt, werden im Ergebnisfenster alle damit ausgezeichneten Strukturelemente angezeigt

Typisierung

  • Definition: Klassifizierung eines Strukturelements anhand einer vordefinierten Typhierarchie.
  • Beispiel: Die Statue „Leonardus“ hat den Typ „Archivolte“.
  • Merkmale:
    • Ermöglicht eine konsistente Kategorisierung aller Elemente.
    • Strukturtypen (Spezialform von Themen) sind in einer eigenen Typhierarchie im linken unteren Bereich MonArchs sichtbar.
    • Wird ein Strukturtyp in der Typhierarchie angewählt, werden im Ergebnisfenster alle damit verknüpften Strukturelemente angezeigt.

Kontextzuordnung (zugeklappt, nicht bearbeitbar)

  • Definition: Verknüpfung eines Strukturelements mit einem oder mehreren räumlichen Kontexten zur Filterung der Strukturhierarchie auf bestimmte Aspekte.
  • Beispiel: Fenster 1.A wird dem Kontext „Monitoring“ zugeordnet.
  • Merkmale:
    • Diese Zuordnung kann über die Eigenschaften des jeweiligen Kontextes oder per Drag und Drop verändert werden.
    • Erfolgt automatisch, wenn das Element in einem aktiven Kontext erstellt wird.
    • „Top-Kontexte“ zeigen die obersten Hierarchieebenen der Kontextzuordnung.