Integration externer Ressourcen
Weblinks weisen auf externe Informationsquellen im Internet und dienen so der strukturierten Integration von Online-Ressourcen in die digitale Bauwerksdokumentation. Sie ermöglichen es, kontextbezogene Inhalte dauerhaft und nachvollziehbar mit spezifischen Einträgen innerhalb der Datenstruktur zu verknüpfen. Ein Weblink besteht im Wesentlichen aus einer URL, also einer Webadresse, über die eine bestimmte Internetseite direkt aufgerufen werden kann. Die Erzeugung eines neuen Weblinks erfolgt entweder durch die manuelle Eingabe einer gültigen URL direkt in der Weblink-Ansicht (s. Bild 1) oder durch einfaches Drag und Drop einer Webadresse aus einem Webbrowser wie etwa Firefox oder Chrome direkt in das Ergebnisfenster von MonArch. Diese intuitive Erfassungsmethode erlaubt es den Anwenderinnen und Anwendern, ohne Medienbruch auf relevante Inhalte im Netz zu verweisen und diese dauerhaft mit dem Dokumentationssystem zu verbinden. Die Weblink-Ansicht (s. Bild 1) selbst ist ein zentraler Bestandteil der Gebäudedatenverwaltung in MonArch, auch wenn sie in der Standardkonfiguration zunächst deaktiviert ist. Bei Bedarf kann sie jederzeit über die Einstellungen aktiviert und genutzt werden. Unabhängig von der individuellen Konfiguration ist die Weblink-Ansicht außerdem in der erweiterten sowie Kontextansicht stets verfügbar.

Inhaltlich können Weblinks mit unterschiedlichsten Objekten innerhalb der MonArch-Datenstruktur verknüpft werden. Sie lassen sich sowohl auf Elemente der Strukturhierarchie wie ganze Gebäude, Gebäudeteile oder einzelne Bauteile beziehen, als auch auf Schlagworte der Themenhierarchie wie etwa Restaurierungsmaßnahmen oder dokumentierte Bauschäden. Auch eine Verknüpfung mit Personen, beispielsweise Autorinnen und Autoren von Gutachten, beteiligten Restauratorinnen und Restauratoren oder anderweitig verantwortlichen Personen, ist vorgesehen. Auf diese Weise wird es möglich, digitale Inhalte im Internet direkt mit konkreten Aspekten eines dokumentierten Bauwerks in Beziehung zu setzen. Denkbar ist etwa die Verlinkung auf eine Projektwebseite, eine Vokabular Sammlung, eine Norm, ein veröffentlichtes Paper oder eine interaktive Karte. Die so geschaffenen Verbindungen zwischen Bauteilen, semantischen Auszeichnungen und externen Quellen tragen zur Kontextualisierung, inhaltlichen Ergänzung und langfristigen Sicherung relevanter Informationen bei.
Das Ergebnisfenster innerhalb der Weblink-Ansicht zeigt sämtliche Links an, die mit dem aktuell ausgewählten Struktur- und Themenkontext in Verbindung stehen. Auf diese Weise wird es möglich, Zusammenhänge auf einen Blick zu erfassen und Recherche- oder Bearbeitungsprozesse deutlich effizienter zu gestalten. Durch einen einfachen Doppelklick auf einen der im Ergebnisfenster angezeigten Links kann die jeweils hinterlegte Webseite direkt aufgerufen werden. Dabei hat der Nutzer die Wahl, ob die Seite im externen Standardbrowser des Betriebssystems – etwa Firefox, Chrome oder Edge – oder im internen MonArch-Browser angezeigt werden soll. Letzterer ist in die zentrale Arbeitsfläche von MonArch eingebettet und erlaubt die gleichzeitige Anzeige von Webinhalten und strukturellen oder thematischen Informationen innerhalb der Software. So bleibt der Bezug zwischen digitalem Original und externem Kontext jederzeit erhalten, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen.
Für die Darstellung der Weblinks stehen zwei verschiedene Ansichtsmodi zur Verfügung:
- Die Detailansicht (s. Bild 1 oben) ist standardmäßig aktiviert und bietet in einer tabellarischen Übersicht zusätzlichen Informationen zu den einzelnen Links. Insbesondere ist hier der eigentliche Link – die URL aus den Eigenschaften des MonArch-Weblinks – besser einsehbar als in der Galerieansicht. Die Ergebnisliste kann vollständig sortiert, durchgescrollt und durchsucht werden, ohne in einzelne Seiten unterteilt zu sein. Welche Spalten angezeigt werden, kann zusätzlich von jedem Anwender nach Belieben selbst in den Einstellungen konfiguriert werden – zur Auswahl stehen alle vorhandenen Eigenschaften sowie die URL.
- In die Galerieansicht (s. Bild 1 unten) kann über einen Button in der Trimbar gewechselt werden. Sie zeigt neben der Bezeichnung eine kleine Icon-Darstellung jedes Weblinks. Im Gegensatz zur Detailansicht arbeitet sie mit seitenweiser Navigation und ist standardmäßig auf 48 Links pro Seite eingestellt. Dieser Wert kann in den Einstellungen jederzeit angepasst werden.
Sowohl Galerie- als auch Detailansicht verfügen über dieselbe Toolbar, dieselben Rechtsklick-Menüs und dieselbe Trimbar.
Toolbar
Das Ergebnisfenster für Weblinks wird in MonArch durch eine Toolbar (s. Bild 2) ergänzt, über die zentrale Funktionen zur Erzeugung, Bearbeitung und Verwaltung von Weblinks bereitgestellt werden. Einige Funktionen sind über direkt zugeordnete Buttons verfügbar, andere wiederum durch zusätzliche Drop-down-Menüs erreichbar. Über das Drei-Punkte-Menü (s. Bild 3) am rechten Rand der Toolbar sowie die Trimbar (s. Bild 4) am unteren Rand der Ansicht sind erweiterte Steuerfunktionen zugänglich. Alle Aktionen sind zudem kontextabhängig – Buttons sind nur aktiv, wenn sie im aktuellen Zustand anwendbar sind (z.B. bei Auswahl eines oder mehrerer Links). Im Folgenden werden die einzelnen Funktionen im Detail erläutert:

- Ansicht aktualisieren: Das Ergebnisfenster wird neu geladen. Im Fall der Galerieansicht wird dabei zurück auf die erste Ergebnisseite navigiert.
- Suche: Ein Suchfenster wird geöffnet, mit welchem die Ergebnisse in der Detailansicht durchsucht werden können. Dabei werden alle Tabellenspalten in die Suche einbezogen. Falls gerade die Galerieansicht aktiviert ist, wird zur Tabellenansicht gewechselt. Durch gefundene Links kann über wiederholtes Drücken des Such-Buttons iteriert werden, die Ergebnismenge selbst wird nicht weiter gefiltert.
- Neuen Weblink erstellen: Erstellt einen neuen Weblink. Je nach Einstellung öffnet sich nach dem Anlegen automatisch entweder das Eigenschaftenfenster oder ein Dialog zur Eingabe der URL. Die Erstellung kann nur abgeschlossen werden, wenn die eingegebene URL auch gültig ist.
- Weblinks aus Excel importieren: Öffnet den erweiterten Excel-Import-Dialog (siehe separates Kapitel zum Excel-Import).
- Eigenschaften editieren: Öffnet das Eigenschaftenfenster des selektierten Elements im Bearbeitungsmodus.
- Anzeigen: Öffnet die Eigenschaften des ausgewählten Elements im Lese-Modus.
- Endgültig löschen: Löscht den selektierten Link unwiderruflich aus dem System. Wenn die Funktion ausgegraut ist, bestehen noch Beziehungen, die vor dem Löschen entfernt werden sollten. Einen Überblick über alle vorhandenen Beziehungen eines Elements bietet das Zusammenfassungsfenster im rechten unteren Bereich des Clients (eventuell unsichtbar – kann in den Einstellungen aktiviert werden). Zusätzlich können die Löschbeschränkungen ebenfalls in den Einstellungen konfiguriert werden.
- Weblink umbenennen: Öffnet einen einfachen Umbenennungsdialog für das selektierte Element.
- Erweitertes Umbenennen: Suchen-und-Ersetzen-Funktion.
- Räumliche Zuordnung in Strukturhierarchie anwählen: Alle Strukturelemente, die der aktuellen Auswahl an Weblinks zugeordnet wurden, werden in der Strukturhierarchie angewählt. Zur besseren Übersicht wird die Hierarchie bis zu diesen Elementen zusätzlich aufgeklappt.
- Thematische Zuordnung in Themenhierarchie anwählen: Alle Themen, die der aktuellen Auswahl an Weblinks zugeordnet wurden, werden in der Themenhierarchie angewählt. Zur besseren Übersicht wird die Hierarchie bis zu diesen Elementen zusätzlich aufgeklappt.
- Ausgewählten Weblink öffnen: Öffnet den in den Systemeinstellungen gesetzten Standardbrowser des Rechners – z.B. Mozilla Firefox, Google Chrome oder Safari – und öffnet den selektierten Weblink in diesem Browser.
- Im MonArch-Browser öffnen: Statt in einem externen Browser wird die URL in den internen MonArch-Browser geladen. Das Browserfenster wird im Bereich der Visualisierungen geöffnet und die Seite geladen.
- Ausgewählten Weblink als PDF-Datenblatt exportieren: Für jeden selektierten Link wird ein Datenblatt im PDF-Format generiert. Welche Zuordnungen genau in das Datenblatt exportiert werden sollen, kann in den Einstellungen definiert werden. Zusätzlich kann hier konfiguriert werden, ob ein eigenes PDF für jeden selektierten Weblink exportiert werden soll oder alle Datenblätter in einem einzigen PDF zusammengefasst werden sollen.
- Alles in PDF exportieren: Statt einem Export auf einer selektierten Menge an Links wird hier ein PDF-Datenblatt für den gesamten Inhalt des Ergebnisfensters erzeugt.
- Auswahl exportieren: Öffnet einen Exportdialog, mit dem die ausgewählten Weblinks gezielt in eine Excel- oder CSV-Datei ausgegeben werden können. Der Dialog bietet vielfältige Optionen zur Konfiguration des Exports, wie der Übernahme welcher Beziehungen, Eigenschaften, Identifier, etc. (siehe separates Kapitel zum Excel-Export).
- Alles in Excel/CSV exportieren: Öffnet den Exportdialog auf dem gesamten Inhalt des Ergebnisfensters, nicht nur einer selektierten Auswahl an Weblinks.
Drei-Punkte-Menü
Das Drei-Punkte-Menü (⋮, s. Bild 3) befindet sich am rechten Ende der Toolbar oberhalb des Ergebnisfensters und enthält folgende zusätzlichen Funktionen:

- Einstellungen öffnen: Dieser Menüpunkt öffnet ein zentrales Einstellungsfenster, in dem alle Optionen verwaltet werden können, die das Verhalten und die Darstellung von Weblinks betreffen. Dazu zählt ob dieses Ergebnisfenster überhaupt sichtbar sein soll, welche Tabellenspalten genutzt werden sollen sowie die Anzahl an Links pro Ergebnisseite in der Galerieansicht.
- Online-Hilfe öffnen: Öffnet die Online-Hilfeseite zur Ansicht für Weblinks (also diese Handbuchseite) – entweder im internen MonArch-Browser im Bereich der Visualisierungsfenster oder im externen Standardbrowser.
Rechtsklick-Menü
Das Rechtsklick-Menü bietet schnellen Zugriff auf alle wichtigen Funktionen zur Bearbeitung von Links direkt aus dem Ergebnisfenster heraus. Es erscheint, wenn mit der rechten Maustaste auf einen oder mehrere Weblinks geklickt wird, und enthält alle kontextsensitiven Befehle der Toolbar, also Funktionen die auf das jeweils angeklickte Element bezogen sind. Dadurch können viele Aktionen gezielter und effizienter ausgeführt werden.
Technisch wird das Rechtsklick-Menü dynamisch aus der Toolbar generiert. Die darin enthaltenen Befehle entsprechen also vollständig den Funktionen, die in der Toolbar (inkl. Dropdown-Menüs) zur Verfügung stehen – z. B. Löschen, Umbenennen, Öffnen oder Eigenschaften bearbeiten.
Trimbar
Am unteren Rand des Ergebnisfensters befindet sich die sogenannte Trimbar, eine schmale, als Toolbar gestaltete Schaltflächenleiste (s. Bild 4 rechts). Sie ermöglicht die schnelle Konfiguration zentraler Anzeige- und Suchfunktionen innerhalb der Ansicht für Weblinks. Anders als in der oberen Toolbar handelt es sich bei den Schaltflächen der Trimbar um Radio Buttons – also Auswahlfelder, von denen pro Gruppe immer nur ein Button gleichzeitig aktiv sein kann. Der aktuell ausgewählte Button wird jeweils blau hervorgehoben und wird bei jedem Neustart von MonArch in seinen zuletzt genutzten Zustand gesetzt.

Links davon befindet sich eine kurze Information zur Anzahl der aktuell im Ergebnisfenster enthaltenen Links (s. Bild 4 links, „6 Ergebnisse“). Ist die Galerieansicht aktiv, wird hier zusätzlich angegeben, welche Ergebnisseite gerade selektiert ist (hier „Ergebnis 1-6“ auf Seite 1). Über die Zurück- und Weiter-Buttons sowie die Seitenzahlen kann innerhalb dieser einzelnen Seiten navigiert werden. In den Einstellungen kann zudem konfiguriert werden, wie viele Ergebnisse auf einer Seite dargestellt werden sollen.
Die auf der rechten Seite befindliche Trimbar für Weblinks ist in drei logisch getrennte Gruppen unterteilt:
- Doppelklick-Verhalten: Diese Gruppe steuert, was passieren soll, wenn ein Doppelklick auf einem Weblink ausgeführt wird:
- Weblink bei Doppelklick im Eigenschaftenfenster öffnen: Der selektierte Link wird im MonArch-internen Eigenschaftenfenster geöffnet. Über eine globale Einstellung kann außerdem konfiguriert werden, ob es standardmäßig im Lese- oder Schreibmodus geöffnet werden soll.
- Weblink bei Doppelklick im MonArch-Browser öffnen: Die im Weblink hinterlegte URL wird in einem internen Browserfenster geöffnet. Das Fenster befindet sich im Bereich der Visualisierungen und lädt die entsprechende Webseite.
- Weblink bei Doppelklick im externen Browser öffnen: Die im Weblink hinterlegte URL wird in einem externen Browser geöffnet. Dazu wird der gesetzte Standardbrowser des genutzten Rechners verwendet, z.B. Mozilla Firefox, Microsoft Edge, Google Chrome oder (im Fall von macOS) Safari.
- Ergebnisanzeige: Hier wird festgelegt, welche Weblinks im Ergebnisfenster angezeigt werden sollen, wenn in keiner der darüber liegenden Hierarchien (also weder in der Strukturhierarchie noch den verschiedenen Themenhierarchien) ein Element selektiert wurde.
- Bei leerer Auswahl alles anzeigen: Es werden alle Links angezeigt, die in MonArch vorhanden sind. Dies führt zu einem möglicherweise sehr großen Datenbestand.
- Bei leerer Auswahl nur nicht verlinkte Elemente anzeigen: Es werden nur diejenigen Weblinks angezeigt, die noch keinem Thema und keinem Strukturelement zugeordnet wurden. Mit dieser Option bietet das Ergebnisfenster einen guten Überblick über möglicherweise übersehene oder noch nicht verknüpfte und noch zu bearbeitende Links.
- Anzeigemodus: Diese Gruppe legt fest, wie die Ergebnisse angezeigt werden sollen:
- Detailansicht: Ist standardmäßig aktiviert. Die Weblinks werden in einer Tabelle dargestellt, deren Spalten in den Einstellungen konfiguriert werden können (s. Bild 1 oben).
- Galerieansicht: Die Weblinks werden in einer Galerie als kleine Icons dargestellt (s. Bild 1 unten).