3.7.1 Definition

Räumliche Kontexte dienen in MonArch der Zusammenfassung von Strukturelementen, Geographien, Geometrien und grafischen Modellen (3D-Modelle, 2D-Modelle, Kartenmodelle) nach verschiedenen Gesichtspunkten und ermöglichen damit die Filterung der Strukturhierarchie und damit des Blicks auf ein strukturelles Objekt gemäß dieser Aspekte. Beispiele für Kontexte wären eine raumbezogene Ansicht auf ein Gebäude, ein Monitoring Kontext, ein Ausstattungskontext oder ein temporal einschränkender Kontext, mithilfe dessen das Gebäude in verschiedenen Lebensphasen unterschiedlich modelliert werden kann.

In MonArch befinden sich räumliche Kontexte in der Kontextansicht über der Strukturhierarchie, welche sie durch An- und Abwahl von Kontexten dynamisch filtern.

3.7.2 Eigenschaften

Das Eigenschaftenfenster wird zur Bearbeitung der Attribute und Zuordnungen eines räumliche Kontexts benutzt und öffnet sich standardmäßig in der Mitte des Clients als neuer Tab neben den Visualisierungsfenstern. In den Einstellungen kann festgelegt werden, ob es stattdessen in einem neuen Fenster kreiert wird. Es kann auf fünf verschiedene Arten geöffnet werden:

  1. Doppelklick auf einen räumlichen Kontext in der Kontextansicht
  2. Klick auf den Editierbutton in der Toolbar der Kontextansicht
  3. Klick auf den Editiereintrag im Kontextmenü der Kontextansicht
  4. Setzen der Einstellung zum automatischen Öffnen des Editierfensters beim Anlegen eines neuen räumlichen Kontexts
  5. Setzen der Einstellung zum automatischen Öffnen des Editierfensters nach der Durchführung eines Drag und Drop

In einem Mehrbenutzerbetrieb kann stets nur ein Benutzer das Eigenschaftenfenster eines bestimmten Objektes bearbeiten, um Inkonsistenzen zu vermeiden. Sobald eine Änderung vorgenommen wurde, wird das Fenster mit einem Stern versehen um zu signalisieren, dass noch nicht gespeicherte Änderungen vorhanden sind. Die Toolbar über dem Eigenschaftenfenster beinhaltet außerdem folgende weitere Buttons:

  1. Speichern: Alle Änderungen im Eigenschaftenfenster werden gespeichert und damit auf den Server übernommen und für andere Benutzer sichtbar.
  2. Rückgängig: Die letzte Änderung im Eigenschaftenfenster wird zurückgesetzt.
  3. Vorwärts: Die letzte Rückgängig-Aktion wird zurückgesetzt.
  4. Minimize: Das Eigenschaftenfenster wird minimiert und nur am Rande des MonArch-Clients mittels eines Icons dargestellt.
  5. Maximize: Das Eigenschaftenfenster füllt den ganzen Bildschirm und alle anderen Fenster werden minimiert. Ein Doppelklick auf den Tab selbst hat dieselbe Wirkung. Es ist außerdem möglich, den Tab an beliebige andere Stellen innerhalb des Clients zu verschieben.

Bei allen Eigenschaftenfenstern gilt zudem: Zuordnungen werden meist auf zwei Arten dargestellt: Zuerst in einer Baumansicht (z.B. „Unterkontexte zuweisen“), in der jeder Haken für eine Zuordnung der entsprechend ausgewiesenen Art (z.B. „Unterkontexte“) vom gerade geöffneten Element zu den im Baum gerade angewählten Elementen. In dieser Ansicht können Haken jederzeit entfernt oder hinzugefügt werden, wodurch sich die Zuordnung und damit auch die Baumdarstellung selbst verändert. Würde ein Haken jedoch einen Zyklus in der Hierarchie erzeugen, wird die Aktion abgebrochen und folgende Meldung ausgegeben:

Zudem befindet sich über jeder Baumansicht eine Toolbar, die einen Teil der Funktionen aus dem Seitenmenü der Hierarchien (z.B. der Strukturhierarchie ) im MonArch-Client enthält. Dazu zählen immer die Menüs „Sortieren“, „Aufklappen“ und „Zuklappen“. Für manche Ansichten wird zudem die Option zur Verfügung gestellt, Datentypen ein- oder ausfiltern zu lassen.

Darunter liegend befindet sich in den meisten Fällen eine sekundäre Darstellung derselben Beziehung in Form einer Tabelle (z.B. „Zugewiesene Unterkontexte“). Zuordnungen sind hier im Gegensatz zum Baum allerdings nicht veränderbar. Stattdessen werden die zugeordneten Elemente aus reinen Übersichtlichkeitsgründen noch einmal aufgelistet. Die Tabelle kann dabei stets per Klick auf eine der Spaltenüberschriften neu sortiert werden.

Der erste sichtbare Bereich beim Öffnen des Eigenschaftenfensters eines räumlichen Kontexts beinhaltet alle Attribute, die diesen Elementen zugeordnet werden können, wie hier beispielsweise eine „Kurzbezeichnungund eine „Beschreibung“. Weitere Attribute befinden sich im darauffolgenden Tab. Es ist möglich eine Vielzahl verschiedener Formen von Attributen zu verwenden und Standardvokabulare zu importieren, was im Artikel zur Attributierung in MonArch näher beschrieben ist.

In der nächsten Ansicht können dem aktuellen räumlichen Kontext weitere Strukturelemente zugeordnet oder eine Zuordnung entfernt werden. In der Hierarchie sind dazu alle aktuell verknüpften Elemente ausgewählt. Da diese Beziehung meist einen Großteil der gesamten Hierarchie benutzt, wurde in diesem Eigenschaftenfenster auf eine tabellarische Darstellung, deren Zweck es war ein verkleinerter und übersichtlicher Blick auf eine große Hierarchie zu sein, verzichtet. Die Auswirkungen des Setzens einer Strukturelement-Beziehung, und die Unterschiede zwischen Strukturelementen und Einstiegsstrukturelementen, können im Artikel zur räumlichen Kontextansicht näher nachgelesen werden. Standardmäßig werden hier nur Strukturelemente angezeigt, eine zusätzliche Darstellung aller Geographien, Geometrien, 3D-Modelle, 2D-Modelle sowie Kartenmodelle ist aber über das Filtermenü der Toolbar möglich.

Analog zur Strukturelement-Beziehung können auch neue Einstiegsstrukturelemente über ein Anhaken von Elementen in der Baumansicht verknüpft werden. Auch hier wurde auf eine tabellarische Ansicht verzichtet und das Filtermenü beinhaltet dieselben Einträge wie im vorherigen Fenster.

Im nächsten Bereich können die Unterkontexte eines räumlichen Kontexts verwaltet werden. Im Gegensatz zu beispielsweise Themen wird hier bei der Filterung der Strukturhierarchie durch die Kontextansicht bei der Anwahl eines Kontexts nicht auch automatisch auf seine Unterkontexte gefiltert. Liegt ein Strukturelement also in einem Unterkontext von „Lorenz“ und nicht „Lorenz“ selbst,  dann ist das Strukturelement nicht sichtbar, wenn allein der Überpunkt Lorenzausgewählt wird. Nur ein zusätzliches Anhaken des Unterkontextes selbst lässt es in der Strukturhierarchie erscheinen.

Die Tabelle dient hier wieder einer übersichtlichen Auflistung aller aktuell verknüpften Unterkontexte.