3.7.1 Definition

Ein Browsermodell modelliert in MonArch eine in einen externen Viewer geladene Datei, die ihrerseits ein grafisches Modell enthält auf welches per URL verwiesen wird. Ein Browsermodell wird entweder erstellt, indem eine neue externe Visualisierung mittels ihrer URL im Client hinzugefügt wird. Dabei kann zwischen einer einfachen URL auf eine Website (bei welche keine räumlichen Zuordnungen möglich sind), einem Link zu einem Navvis Viewer[1] oder der Verwendung der MonArch Web-3Doder Punktwolken-Erweiterung unterschieden werden. Bei Letzteren wird ein neues Browsermodell durch das Hochladen einer Datei, welche daraufhin intern in ein Browsermodell konvertiert wird, erstellt. Die dabei unterstützten Formate sind IFC für BIM und LAS für Punktwolken.

Browsermodelle können in MonArch anschließend analog zu 3D-Modellen verwendet werden: Sie können entweder an bestimmte Strukturelemente angehängt werden oder stehen frei in der Strukturhierarchie und sind keinem anderen Element untergeordnet. In diesem Fall wird das hinterlegte Browsermodell auch in der externen Visualisierung angezeigt, wenn kein Gebäude oder Gebäudeteil selektiert wurde. Hängt ein Browsermodell dagegen an einem spezifischen Strukturelement, wird es nur geladen, wenn dieses oder ein darunter liegendes Element ohne eigenes Modell angewählt wurde.

Im MonArch-Client sind Browsermodelle indirekt in der externen Visualisierung zu sehen. Dort können über die Toolbar auch neue Modelle erstellt oder übergeben werden. Zur direkten Bearbeitung können Browsermodelle zusätzlich auch über die Filteroptionen im Seitenmenü der Strukturhierarchie sichtbar geschalten werden. Hier können Browsermodelle über den Löschbutton auch einfach wieder entfernt werden.

3.7.2 Eigenschaften

Das Eigenschaftenfenster wird zur Bearbeitung der Attribute und Zuordnungen eines Browsermodells benutzt. Die standardmäßig in allen Eigenschaftenfenstern vorhandenen Funktionen können dazu im entsprechenden Kapitel nachgelesen werden.

Der erste sichtbare Bereich beim Öffnen des Eigenschaftenfensters eines Browsermodells beinhaltet alle Attribute, die diesen Elementen zugeordnet werden können, wie hier beispielsweise eine „Kurzbezeichnungund eine „Beschreibung“. Weitere Attribute befinden sich im darauffolgenden Tab. Es ist möglich eine Vielzahl verschiedener Formen von Attributen zu verwenden und Standardvokabulare zu importieren, was im Artikel zurAttributierung in MonArch näher beschrieben ist.

Im nächsten Bereich können dem aktuellen Browsermodell weitere Strukturelemente zugeordnet oder eine Zuordnung entfernt werden. Die grafische Repräsentationsbeziehung beinhaltet dabei alle Strukturelemente, die in der externen Visualisierung vom aktuellen Browsermodell repräsentiert werden. Das hier gerade geöffnete Modell wurde also der Kirche St. Lorenz zugeordnet und wird deshalb bei Anwahl dieses Strukturelementsin der Strukturhierarchie visualisiert.

In der darunter liegenden Tabelle werden noch einmal alle Strukturelemente aufgelistet, die derzeit von diesem Browsermodell repräsentiert werden.

In der darauffolgenden Ansicht können dem aktuellen Browsermodell weitere Geometrien zugeordnet oder eine Zuordnung entfernt werden. Enthaltene Geometrien verweisen im Fall von Punktwolken auf einen bestimmten Punkt innerhalb des Browsermodells (sogenannte „Points of Interest“), im Fall von IFC-Modellen auf einen geschlossenen Bereich. Zusätzlich sind Geometrien mit einem Strukturelement verknüpft, welches sie innerhalb des Modells repräsentieren. Damit ist nicht nur eine Aufteilung in verschiedene Browsermodelle, sondern auch innerhalb eines einzigen Modells selbst möglich. Die grafische Zuordnung einer Geometrie zu einer Koordinate oder einem Bereich des Modells erfolgt dabei rein über die externe Visualisierung und kann deshalb hier nicht verändert werden.

In der darunter liegenden Tabelle werden zuletzt noch einmal alle Geometrien aufgelistet, die derzeit in diesem Browsermodell enthalten sind.


[1] https://www.navvis.com/de/ivion