3D-Modell © KDWT Bamberg

Eine kurze Erläuterung darüber, warum Kontexte (sowohl räumliche als auch thematische) in MonArch 3.0 eingeführt wurden und wozu sie benutzt werden können, kann im Artikel zum Thema Kontextansichten gefunden werden.

Im MonArch-Client beeinflussen die räumlichen Kontexte nur die darunter liegende Strukturhierarchie. Dies geschieht dynamisch über die An- und Abwahl eines oder mehrerer räumlicher Kontexte. Die Strukturhierarchie wird daraufhin sofort auf die aktuelle Kontextauswahl gefiltert und stellt nur noch Strukturelemente dar, die mindestens einem der selektierten Kontexte zugeordnet wurden. Bei dieser Ausfilterung wird zwischen zwei Ebenen unterschieden:

  1. Einstiegsstrukturelemente: Die gefilterte Strukturhierarchie zeigt an oberster Stelle nur Elemente an, die dem aktuell ausgewählten Kontext als Einstiegsstrukturelement zugeordnet wurden. Damit können insgesamt tiefer gelegene Elemente in verschiedenen Kontextansichten auf ein anderes Level innerhalb der Hierarchie wandern. Ein bauteilbezogener Kontext beispielsweise könnte von vorne herein tiefer in die Hierarchie einsteigen, weshalb die obersten Elemente wie Nürnberg in dieser Ansicht nicht angezeigt werden müssten.
  2. Strukturelemente: Die Strukturhierarchie wird zudem immer auf die Strukturelement-Beziehung des ausgewählten Kontexts gefiltert. Jedes Element (auch Einstiegsstrukturelemente) muss einem Kontext in dieser Beziehung zugeordnet sein, um bei der Auswahl dieses Kontexts in der Hierarchie dargestellt zu werden.

Ist kein Kontext angewählt, wird immer die komplette Strukturhierarchie dargestellt und neu erstellte Strukturelemente werden keinem Kontext zugeordnet. Ist jedoch ein räumlicher Kontext angewählt, wird jedes neu erzeugte Strukturelement diesem Kontext automatisch zugeordnet. Auch hier gilt: Ein neues Element auf oberster Ebene wird allen ausgewählten Kontexten sowohl in der Strukturelement- als auch in der Einstiegsstrukturelement-Beziehung zugeordnet, ein verknüpftes neues Element nur als Strukturelement allein.

Die Eigenschaften von räumlichen Kontexten werden zudem in einem eigenen Kapitel näher beschrieben.

2.2.1 Toolbar

Über der Kontextansicht befindet sich die standardisierte Toolbar, die über jeder Darstellung in Form eines Baumes (Strukturhierarchie, Themenhierarchie, räumliche Kontexte, thematische Kontexte) zu finden ist. Sie enthält für die Kontextansicht folgende Buttons:

  1. Neuen räumlichen Kontext erstellen: Ein neuer räumlicher Kontext wird auf oberster Ebene des Baumes angelegt. Um fließend weiter arbeiten zu können, wird automatisch nach jeder Erstellung eines neuen Elements entweder dessen Eigenschaftenfenster oder ein einfacher Textdialog zur Eingabe einer neuen Bezeichnung geöffnet (s. Einstellungen).
  2. Ausgewählten räumlichen Kontext erweitern: Der (oder die) gerade selektierte(n) räumlichen Kontext(e) werden um einen Unterkontext erweitert. Der Button ist dabei nur aktiv, wenn gerade räumliche Kontexte angewählt sind.
  3. Dropdown: Das Erweiterungsmenü wird geöffnet.
  4. Ausgewählten räumlichen Kontext anzeigen: Das Eigenschaftenfenster wird für die aktuelle Auswahl geöffnet. Eine Bearbeitung der Eigenschaften ist in diesem Modus allerdings nicht möglich, sondern diese Funktion dient der reinen Ansicht aller vorhandenen Werte. Der Button ist dabei nur aktiv, wenn gerade räumliche Kontexte angewählt sind. 
  5. Ausgewählten räumlichen Kontext editieren: Das Eigenschaftenfenster wird für die aktuelle Auswahl geöffnet. In diesem Modus können die Werte bearbeitet werden. Der Button ist dabei nur aktiv, wenn gerade räumliche Kontexte angewählt sind. 
  6. Dropdown: Das Editiermenü wird geöffnet.
  7. Alles deselektieren: Alle vorhandenen Haken innerhalb des Kontextbaums werden entfernt. Der Button ist dabei nur aktiv, wenn gerade räumliche Kontexte angewählt sind.
  8. Ansicht aktualisieren: Die Baumansicht wird aktualisiert.
  9. Menü: Das Seitenmenü wird geöffnet.
  10. Minimize: Der Kontextbaum wird minimiert und nur am Rande des MonArch-Clients mittels seines Icons dargestellt.
  11. Maximize: Der Kontextbaum füllt den gesamten Bildschirm und alle anderen Fenster werden minimiert. Ein Doppelklick auf den Tab der Kontextansicht selbst hat dieselbe Wirkung. Es ist außerdem möglich, den Tab an beliebige andere Stellen innerhalb des Clients zu verschieben.

2.2.2 Erweiterungsmenü

Das Erweiterungsmenü beinhaltet abermals die Möglichkeit, einen räumlichen Kontext mit einem weiteren neu erstellten räumlichen Unterkontext zu verknüpfen. Außerdem wird in diesem Menü die Möglichkeit zum Entfernen einer derartigen Verknüpfung gegeben – falls der ausgewählte räumliche Kontext eine solche Verknüpfung besitzt. Die zwei Einträge in diesem Menü befinden sich 1:1 im Kontextmenü und werden dort genauer erläutert.

2.2.3 Editiermenü

Das Editiermenü beinhaltet einen Eintrag, die vorhandene Auswahl an Elementen vollständig zu löschen. Alle vorhandenen Beziehungen zu anderen Elementen werden ebenfalls entfernt. Falls das gelöschte Element untergeordnete räumliche Kontexte besitzt, werden diese nicht ebenfalls entfernt, sondern an oberster Ebene in der Hierarchie eingeordnet. Dieser Eintrag befindet sich zusätzlich auch im Kontextmenü.

2.2.4 Seitenmenü

Das Seitenmenü öffnet sich bei Klick auf die drei übereinander liegenden Punkte am Ende der Toolbar der Kontextansicht und beinhaltet folgende Menüpunkte:

  1. Sortieren → Aufsteigend sortieren: Die räumlichen Kontexte werden alphabetisch aufsteigend sortiert.
  2. Sortieren → Absteigend sortieren: Die räumlichen Kontexte werden alphabetisch absteigend sortiert.
  3. Sortieren → Benutzerdefiniert sortieren: Die räumlichen Kontexte werden benutzerdefiniert sortiert.
  1. Aufklappen → 1 Level aufklappen: Alle sichtbaren räumlichen Kontexte werden um ein weiteres Level aufgeklappt, falls sie untergeordnete Elemente besitzen.
  2. Aufklappen → 2 Level aufklappen: Alle sichtbaren räumlichen Kontexte werden um zwei weitere Level aufgeklappt, falls sie untergeordnete Elemente besitzen.
  3. Aufklappen → 3 Level aufklappen: Alle sichtbaren räumlichen Kontexte werden um drei weitere Level aufgeklappt, falls sie untergeordnete Elemente besitzen.
  4. Aufklappen → Elemente benutzerdefiniert aufklappen: Alle sichtbaren räumlichen Kontexte werden um ein vom Benutzer definiertes Level aufgeklappt, falls sie untergeordnete Elemente besitzen. Der Standardwert liegt bei einer Aufklapptiefe von 10 und kann in den Einstellungen verändert werden.
  5. Aufklappen → Alle selektierten Elemente aufklappen: Alle räumlichen Kontexte werden so lange aufgeklappt, bis alle zum aktuellen Zeitpunkt selektierten Kontexte sichtbar sind.
  1. Zuklappen → 1 Level zuklappen: Alle sichtbaren räumlichen Kontexte werden um ein Level zugeklappt, falls sie geöffnet sind.
  2. Zuklappen → 2 Level zuklappen: Alle sichtbaren räumlichen Kontexte werden um zwei Level zugeklappt, falls sie geöffnet sind.
  3. Zuklappen → 3 Level zuklappen: Alle sichtbaren räumlichen Kontexte werden um drei Level zugeklappt, falls sie geöffnet sind.
  4. Zuklappen → Alle Elemente zuklappen: Alle sichtbaren räumlichen Kontexte werden maximal zugeklappt, sodass kein Element mehr geöffnet ist.
  1. Hilfe: Die Online-Hilfe zur Ansicht der räumlichen Kontexte wird im Browser geöffnet.

2.2.5 Kontextmenü

Das Kontextmenü öffnet sich bei einem Rechtsklick auf ein Element in der Kontextansicht und wird aus der Toolbar erzeugt. Das Erweiterungsmenü aus der Toolbar besitzt dabei die hier zu findenden Einträge 2-6.

  1. Erweitern: Der räumliche Kontext wird um einen neuen unbenannten Unterkontext erweitert.
  2. Erweitern… → Unterkontext hinzufügen: Ein neuer unbenannter räumlicher Kontext wird der Auswahl untergeordnet.
  3. Erweitern… → Unterkontext entfernen: Der ausgewählte räumliche Kontext verliert die Beziehung zu dem ihm sichtbar in der Baumansicht übergeordneten Kontext. Dieser Menüpunkt ist nur aktiv, wenn eine solche Beziehung vorhanden ist. Weitere Zuordnungen zu möglichen anderen räumlichen Kontexten bleiben bestehen.
  4. Anzeigen: Das Eigenschaftenfenster wird für die aktuelle Auswahl geöffnet. Die Werte können hier nicht bearbeitet werden.
  5. Editieren: Das Eigenschaftenfenster wird für die aktuelle Auswahl geöffnet. Die Werte können hier bearbeitet werden.
  6. Editieren… → Endgültig löschen: Das Element wird vollständig gelöscht. Alle vorhandenen Beziehungen zu anderen Elementen werden ebenfalls entfernt. Falls das gelöschte Element untergeordnete räumliche Kontexte besitzt, werden diese nicht ebenfalls entfernt, sondern an oberster Ebene in der Hierarchie eingeordnet.